Konzerte des grenzüberschreitenden Klezmer-Orchesters 2023

Rund 600 Besucher bei Konzerten des grenzüberschreitenden Klezmer-Orchesterprojekts

100 Musikerinnen und Musiker setzten am Wochenende 8. / 9. November 2023 in Forbach und Saarbrücken ein beeindruckendes Zeichen für Frieden und Versöhnung und gegen Rassismus und Antisemitismus.

- Jean M. Laffitau

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Geleitet wurden die Konzerte in der Kirche der Jugend Eli.ja, in Saarbrücken sowie dem Rathaus Forbach von dem Klezmer-Klarinettisten und -Komponisten Helmut Eisel.

Auch die Proben mit dem aus Schülern und Lehrkräften der Musikschulen Saarbrücken und Forbach bestehenden Orchester sowie dem Chor der Forbacher Musikschule wurden von Helmut Eisel geleitet. Hier wurde nicht nur das Repertoire für die beiden Konzerte – im Wesentlichen Eigenkompositionen und Arrangements von Helmut Eisel– einstudiert, sondern auch zur Improvisation ermutigt. Mit phantastischem Erfolg, wie das Publikum hören durfte: Zahlreiche Schüler und Musikschullehrer traten mit Helmut Eisel in einen musikalischen Dialog und beantworteten die von der Klarinette gestellten „Fragen“ mit improvisierten melodischen „Antworten“. Für ein solides harmonisches und rhythmisches Fundament sorgten dabei Helmut Eisels Trio-Partner Stefan Engelmann (Bass) und Sebastian Volz (Klavier).

„Die Möglichkeit, frei zu improvisieren, war für viele Beteiligte eine große Bereicherung, und es war beeindruckend, mitzuerleben, wie Helmut Eisel die Orchestermitglieder mit seiner charismatischen Persönlichkeit mitzunehmen und zu begeistern vermochte“, sagt Thomas Kitzig, Leiter der Musikschule der Landeshauptstadt Saarbrücken.

Ergriffen reagierte das Publikum auf die musikalisch transportierte Botschaft der Konzerte, die mit dem Lied „Wir wollen Frieden für alle“ auf Hebräisch, Deutsch und Französisch beendet wurden. Alle Notenpulte waren mit weißen Rosen geschmückt – zum Gedenken an die Widerstandsgruppe „Die weiße Rose“ und ihre von den Nationalsozialisten ermordeten Mitgliedern. Dass in der deutsch-französischen Grenzregion kein Platz für Rassismus und Antisemitismus ist, zeigte auch die Anwesenheit von Vertretern der Politik, darunter die Saarbrücker Kulturdezernentin Dr. Sabine Dengel, Honoré Greff, Vizepräsident der Communauté d’Agglomération Forbach Porte de France, Jacques Koenig, Directeur Général des Services de la Communauté d’Agglomération Forbach Porte de France, sowie Jean-Claude Henn, Président de la Communauté d’Agglomération de Forbach.

Ein großes Dankeschön sprach Thomas Kitzig neben Helmut Eisel den Musikschul-Lehrkräften aus, die ihre Schüler auf die Konzerte vorbereitet hatten und bei den Proben und Auftritten als Coaches dabei waren. Ein besonderes Dankeschön galt Jugendpfarrer Thomas Hufschmidt für die Überlassung der Kirche sowie der stellvertretenden Musikschulleiterin Monika Anstett, die „als gute Seele des Projektes“ große Teile der Organisation dieses großen Projektes übernommen hatte.

- Jean M. Laffitau

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