Video-Konzertreihe 2021

Lehrerinnen und Lehrer auf der Online-Bühne

Viele Lehrerinnen und Lehrer unserer Musikschule sind nicht nur hervorragende MusikpädagogInnen, sondern auch als Instrumentalisten, Solisten, Komponisten, Arrangeure und Mitglieder renommierter Ensembles und Bands aktiv.

Liebes Publikum!

Musik Konzert live - Pixabay/geralt

Musik Konzert live - Pixabay/geralt

Musik Konzert live - Pixabay/geralt

Mit ihren Konzerten motivieren die Lehrkräfte der Musikschule ihre SchülerInnen dazu, regelmäßig zu üben und ebenfalls in Ensembles zusammen Musik zu machen. Deshalb sind Lehrerkonzerte in normalen Zeiten fester Bestandteil des Veranstaltungsprogramms der Musikschule. Mit unserer Videokonzert-Reihe bieten wir dafür während des Lockdowns 2021 erstmals eine Online-Bühne.

Seit März veröffentlichen wir auf dieser Seite regelmäßig neue Konzert-Beiträge mit einem Link zum Video und interessanten Hintergrundinformationen über die KünstlerInnen und das jeweilige Programm. Sämtliche Konzerte können Sie hier anschauen und hören.

Alte und Neue Musik, Klassik, Jazz und Klezmer – alle Genres kommen zum Zug, und auch das Spektrum der Instrumente ist breit gefächert.

Ein herzliches Dankeschön an unsere mitwirkenden Lehrerinnen und Lehrer, ihre Ensemblepartner und die Frauen und Männer von der Technik, die an einigen Videoproduktionen beteiligt waren!

Ender Rangel Vielma spielt lateinamerikanische Gitarrenmusik

Mit folgendem Beitrag möchte ich die Gitarre in ihren verschiedenen Facetten vorstellen:

In dem ersten Stück, "El Sancocho" von Ricardo Sandoval, hat die Gitarre die Aufgabe, die tänzerischen Melodien der Mandoline (gespielt von Svenja Beuren) zu begleiten. Die Gitarre als Begleitinstrument spielt eine wichtige Rolle in vielen lateinamerikanischen Ländern, und sie ist in fast allen traditionellen Volksrhythmen von Mexico bis Argentinien präsent.

Bei dem zweiten Stück, "La Gatica", übernimmt die Gitarre die Hauptrolle in diesem schönen Walzer des venezolanischen Komponisten Antonio Lauro. Im Video kann man auch ein gitarrenähnliches Instrument sehen. Es heißt "Cuatro" und ist das nationale Instrument Venezuelas.

Zum Schluss ist die Gitarre in dem Stück "Con Aire de Choro" als Soloinstrument zu erleben. Hier bewegt sich die Gitarre zwischen den konventionellen Klängen des Instrumentes und neuen Techniken und Klängen im Rahmen des brasilianischen Rhythmus "Choro".

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuschauen / Zuhören!
Ender Rangel Vielma, Gitarrenlehrer an der Musikschule der Landeshauptstadt Saarbrücken

 

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„Cello mit Pfiff“ mit Ulla Bolten (Cello) und Ingrid Paul (Blockflöte)

„Die Idee zu diesem kleinen Programmausschnitt entstand aus der Freude darüber, dass bei uns als Kolleginnen der Musikschule der Landeshauptstadt Saarbrücken sowohl die menschliche Chemie als auch die musikalische Harmonie stimmt. Es bereitet uns immer viel Freude, zusammen zu experimentieren, was für diese eher ungewöhnliche Besetzung reizvoll klingen könnte.

Für dieses kleine Video haben wir ein Cello-Duo des holländischen Komponisten Willem de Fesch (1687 – 1761) und zwei Violin-Duos des Ungarn Béla Bartók (1881 – 1945) – das „Wiegenlied“ und das „Spottlied“ – ausgewählt.

Wir wünschen Ihnen / Euch ebensoviel Spaß beim Anschauen, wie wir ihn beim Aufnehmen hatten!“

Weitere Infos zu den Musikerinnen gibt es unter www.cello-bolten.com und www.ingrid-paul.de

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Frank Brückner spielt "Cancion de cuña" von Agustín Barrios Mangoré

Agustín Barrios Mangoré wurde 1885 in Paraguay geboren und verbrachte von frühester Jugend an viel Zeit mit der Gitarre. Er reiste als junger Mann durch Südamerika und erspielte sich seinen Unterhalt als konzertierender Gitarrist, während er gleichzeitig versuchte, seine gitarristischen und kompositorischen Fähigkeiten zu vervollkommnen.  1930 entwarf er sich als "Häuptling Nitsuga Mangoré" vorübergehend eine neue Identität, teils um in Stammeskostüm und Kopfschmuck mehr Aufmerksamkeit zu erregen, teils um der Kultur der Guaraní als Botschafter zu dienen. Seine Konzertprogramme umfassten Transkriptionen von anerkannten europäischen Komponosten wie Bach, Mendelssohn und Schumann, klassische Gitarrenliteratur von Sor und Giuliani, südamerikanische Zeitgenossen, sowie seine eigenen Werke.

Er gilt als der erste Gitarrist, der auf Schallplatte aufgenommen wurde und als der erste, der eine komplette Lautensuite von Bach auf der Gitarre gespielt hat. Seine Anerkennung als Künstler wuchs stetig, und trotzdem war er häufig auf die Unterstützung von Freunden und Gönnern angewiesen. Erst spät erhielt er einen Lehrauftrag am Conservatorio Nacional de Música in San Salvador, wo er 1944 starb.

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Videokonzert: Ingrid Paul spielt Jacob van Eycks "Engelsnachtigaeltje"

Als der blinde Flötenspieler Jacob van Eyck, der 1590 in den Niederlanden geboren wurde, eines Tages dem Gesang einer Nachtigall lauschte, war er so fasziniert, dass er mit ihren wundervollen Tönen ein Stück für sie komponierte.

Er saß oft auf der Friedhofsmauer neben dem Dom zu Utrecht, wo er wegen seines guten Gehörs als Experte für das Stimmen und Spielen der Turmglocken angestellt war, und spielte voller Inbrunst und Virtuosität auf seiner Blockflöte. Zur Freude der Spaziergänger, die ihm dafür ein paar Gulden spendeten. Er improvisierte meist über bekannte Volksmelodien und Kirchenlieder, doch seine "ENGELSNACHTEGAELTJE" ist ein besonderes Juwel seiner Flötenspielkunst, denn sie besticht ebenso durch ihre Schlichtheit als auch durch den brillanten Kompositionsstil, der dem Spieler die Freiheit gibt, diese Nachtigall individuell zum Klingen zu bringen.

Als Jacob van Eyck am 23. März 1657 die Augen schloss, wie konnte er ahnen, dass 364 Jahre nach seinem Tod eine Blockflötenspielerin an der Musikschule der Landeshauptstadt Saarbrücken, die wegen einer gerade weltweit grassierenden Pandemie in einem "Lockdown" zuhause bleiben musste, eben diese Nachtigall wieder zum Leben erwecken würde?

Die Pandemie mag vergehen, seine Engelsnachtigall bleibt.

In diesem Sinne viel Freude mit dem kleinen, zwitschernden Video wünscht Ihnen / Euch Ingrid Paul.

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"Mozart meets Klezmer"

mit Musikschullehrerin Christina Theis und Helmut Eisel (Klarinetten)

PROGRAMM:

Bowling with Mozart - Duett I und II

Komposition: Wolfgang Amadeus Mozart
Bearbeitung: Helmut Eisel
Verlag: advance music
Text: Helmut Eisel und Kerstin Klaholz

Yoram's Freilach

Komposition: Helmut Eisel
Verlag: Neuklang
Gitarre: Michael Marx
Bass: Stefan Engelmann

Eine Aufnahme vom 20.3.2021 aus dem Theater im Viertel Saarbrücken, selbstverständlich corona-konform und nur mit reingeschnittenem Applaus, das haben wir uns gegönnt :-)

An dieser Stelle Danke an:

Helmut Eisel für Arrangements, Spiel und seine ermunternde Art
Jean M. Laffitau und Michael Loch für die unkomplizierte, professionelle und schnelle Arbeit
Theater im Viertel und besonders Florian Layes für die Lichttechnik

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„Schlaf, Kindchen, schlaf – Träum, Kindchen, träum“

Klavier zu vier Händen mit Musikschullehrerin Chi-Hsien Kuan und ihrem Mann Michael Christensen

„Wir möchten etwas spielen, bei dem sich auch die Kinder angesprochen fühlen. Das Kinderlied “Schlaf, Kindchen, schlaf" ist vielen Kindern und Eltern wohlbekannt – sie sind während vieler Nächte damit eingeschlafen. In der jetzigen schwierigen Zeit wollen wir den Schlaf der Kinder noch mit einem Traum versüßen, welcher nach der Bearbeitung des Liedes von Albrecht Rosenstengel (1912-1995) in Form einer kleinen Überraschung erscheinen wird…“

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Annelie Fischer-Tan und Christian Fischer spielen Corelli

Annelie Fischer-Tan - Nouvel Eclair

Annelie Fischer-Tan - Nouvel Eclair

Annelie Fischer-Tan - Nouvel Eclair

Annelie Fischer-Tan (Violine) interpretiert gemeinsam mit ihrem Bruder, Christian Fischer (Cello), den 1. Satz aus der 1. Sonate der 12 Violinsonaten, op. 5 von Arcangelo Corelli, mit Verzierungen, wie Corelli selbst sie gespielt haben soll. Coronabedingt ist die Basso-Continuo-Gruppe, zu der normalerweise noch ein Tasten- oder Akkordinstrument gehört, in dieser Aufnahme auf das Cello reduziert.

Annelie Fischer-Tan ist Violinlehrerin an der Musikschule der Landeshauptstadt Saarbrücken. Christian Fischer ist als Cellist und Cellolehrer im Rhein-Neckar-Raum und in Saarbrücken tätig. Als Duo finden sich die Geschwister projektweise zu den verschiedensten Gelegenheiten zusammen.

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Videokonzert von Michael Marx und Nino Deda

Michael Marx, Gitarrenlehrer an der Musikschule der Landeshauptstadt Saarbrücken, spielt mit Nino Deda (Akkordeon) die Gavotte 1 und 2 aus der Englischen Suite Nr. 3 von Johann Sebastian Bach. In ihrem eigenen Arrangement haben sie auch für Improvisationen über das Bachsche Thema Platz gelassen. Ohne sich zu weit vom Original zu entfernen, finden Elemente moderner Musik Eingang in die Tradition des Barock.

Das Video entstand während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 in der Evangelischen Kirche in Homburg-Jägersburg. Als Studioaufnahme sind die Gavotten auf der aktuellen CD von Nino Deda & Michael Marx „Vom Barock zum Balkan“ erschienen.

Weitere Infos zu den Musikern gibt es unter www.michaelmarx.de und www.ninodeda.de.

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